Bernhard Kaufmann 18.12.2007 06:30
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Hallo Margret,
i bens glei noamol. Als Dank ond Gruaß für Deine scheene Seita a klois Gedicht zum nochdenka.
Mei Schliggerle (Schligger = Ente)
Als kloiner Bua, sisch lang scho her,
für älle war dia Zeit arg schwer,
do wared a paar Glötzle Holz
für ons als Schpielzeug dr ganz Schtolz
ond Schtoila aus dr Schtrossakandl
hend ons verführt zum Austauschhandl.
Doch s’schönschte Schpielzeug, mit zwoi Johr,
des duat oim komisch heut em Ohr,
war a klois Entle aufma Brett
mit Rädla, desmer zoga hädd.
Gelb ahgmolt wars, dr Schnabl rot,
am Schwanz ihm d’Schpitze gfehlet hodd,
zwoi schwarze Punkt als Augapaar,
dia hend oin ahguckt wonderbar.
Bisch du auf d’Gass naus wars drbei,
an seira Schnur ziagsch henterdrei,
mitem Kopf machts dauernd Nickerle,
ja, des war mei liabs Schliggerle.
Für älle Sorga en dem Alter
war s’Schliggerle da Kopfnahhalter,
du hosches gschempft, hosch middem glacht,
hosch Ofuag mit dem Dierle gmacht
ond frohgsches obems gfalla duat,
ziagsch an seim Schnürle, snickt, sisch guat.
Naddierlich, ond des woiss a Jeder,
isch des vorbei a paar Johr schpäter,
denn en dr Schual verzehlsch jo net,
dass s’Schliggerle die dröschted hädd.
Aber dahoim, sällt schtohts no rom,
ganz henta domma, schtill ond schtomm,
du gucksch kaum ah, hosch a schlechts Gwissa,
mer kahs halt so genau net wissa
obs dir net loid duat, dass sällt schtoht,
koir meh mitem schpaziera goht.
Doch kommsch mol traurig von dr Schual,
sitzscht an dein Schreibdisch auf da Schtual,
langsch noch dr Schnur, holsch zu dir her,
merksch glei, dass des dei Dröschter wär,
smacht emmer no sei Nickerle,
dei liabs, dei klois gelbs Schliggerle!
Bisch sechzg Johr älter oder so,
wärsch manchesmol no richtig froh,
skönnt dröschta die mit Nickerle,
wia dozumol - dei Schliggerle!
© Bernhard Kaufmann 2004

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