Inhalt:
An
Bäbber isch a Doil was henda druff bäbbig isch.
Nett Älles was hendadruff bäbbig isch isch au an Bäbber.
Ischs vorne druff bäbbig ischs dreckig aber koin Bäpper.
Aber an Bäbber koh au vorne druff bäbbig sei.
No ischs halt an dreckiger Bäber.
An richtiger Bäbber isch erscht an Bäbber wenner wo druffbäbbt.
Ond ohne dasses henda druff bäbbig isch bäbbts net ond isch deshalb au koin
Bäbber.
Mr nimmt also a Stickle wo an Bäbber werra soll, machts hendadruff bäbbig ond no
ischs an Bäbber.
Wenn an Bäbber wo druff bäbbt no isch des Doil bebäbbt.
Scheene Bäbber nennt mer au Schdigger ond die werrad gsammelt.
So a Schdiggersammlung bschteht braktisch aus lauter scheene Bäbber.
Dr Johreswechsel
Kaum send dWeihnachtsdäg vorbei
gibt´s a neue Feschterei
denn Sylveschter schtoht bevor
ond mir feired wia äll Johr.
Was ischt do net älles zlaufa,
Essa ond Getränke zkaufa,
Karta schreiba an Bekannte
ond noch Schtuagert an a Tante,
fascht wär mers aber ganz entfalla
mer braucht doch au no was zum knalla:
Leuchtraketa, Dausendzender,
Judafürzla für dia Kender.
S schtoht au scho ganz sicher fescht
skommed viel Sylveschtergäscht,
dia älle welled gfuatert sei
ond versorgt mit edlem Wei.
Fenf Schtond vorem Johresend
älle sich versammelt hend,
en dr Schtub am graussa Disch
wo onser Feschtmahl aufbaut isch.
Jeder haut recht kräftig nei
skönnt jo des Johr sletschte sei.
Ischt dr gröschte Honger gschtillt
druckscht aufs Knöpfle scho kommt sBild,
dARD brengt dTagesschau,
so erfährt mer hoorgenau
was em letschta Tag vom Johr
auf dr Welt ischt komma vor.
Dr Bundeskanzler hält sei Red
dia a Anderer gschriaba hätt.
So, dSchtimmung nemmt jetzt ihren Lauf,
mer macht a paar Fläschla auf,
tanzt a bißle, lacht ond drenkt,
oiner ischt scho voll der senkt
ontern Tisch sisch kaum zu fassa,
den werda mer halt schlofa lassa.
Ja ihr Leit, swird langsam wohr,
sgoht em End zua, sAlte Johr,
dKittl ah ond des recht gschwend
denn draussa pfeift a kalter Wend,
nemmed eire Gläser mit
aber voll, wenn i drom bitt.
Jetzt dreht sichs bloß no om Sekonda,
dr Karle hot sein Schua net gfonda,
goht er halt en Socka naus,
leert sei Glas no halba aus.
Drei, zwoi, oins ond peng ond bomm
überall knallts om ons rom,
älle schreied: Proscht Neujohr
dGlocka klenged oim ens Ohr,
jeder trenkt mol aus seim Gläsle,
wenscht älle Glück, sogar seim Bäsle
dia er sonscht net leida kah,
heut kommts net so genau drauf ah.
S Feuerwerk ischt glei voll aus
mer goht wieder nei ens Haus
denkt, wia ischt a Johr so kurz,
sknallt noch gschwend a Judafurz,
dFlascha werdet langsam leer
ond dia Köpf saumässig schwer,
ja ihr Leit, mir könned nemmer,
gammer halt auf onsre Zemmer.
Sie war schee, dSylveschterfeier,
für ons Schwoba aweng teuer
ond am Neujohrstag do hammer
en ausgwachsena Katzajammer.
Bernhard Kaufmann
Älleweil bsoffa, isch au regelmässig glebt
Bernhard Kaufmann
Am Sonndichfrüa, sGras ischt no nass,
sitz i gern naus auf mei Terrass,
em Dorf hörscht nex, was für a Ruah,
bloß manchmol aus ma Schtall a Kua
dera mer grad da Trog auffüllt,
vor Zfriedaheit hot se halt brüllt.
Dia Vögl sengad en de Hecka,
sia moined wohl sia müaßt ons wecka.
Am Hemmel wo dia Fliager flieged
ond hentadrei ihr Schtroifa ziaged
dort bildet sich a Schtreckapla,
wia auf de Landkart dAutobah,
dia Leut dia fliaged, was au koscht,
vo Nord noch Süd, vo Wescht noch Oscht.
Dia Sonn, dia schteigt so langsam aura,
jetzt kahs gwiss nemme arg lang daura
bis dFrau aufschtoht ond Kaffee macht,
no ischs, schätze, so halba Acht.
Dort henta vo Südoschta rauf
schteigt a Ballo zum Hemmel nauf.
Daß der Ballo net ronterflitzt
wird dLuft en ihm mit Gas erhitzt,
des ischt kurzfrischtig e lauts Zischa
doch jedesmol ganz schtill drzwischa,
i möcht so gern au mol mitfahra,
drom fange Morga a drauf zschpara,
ond wenne sGeld beinander hau,
fahra mer mit, i ond mei Frau.
Jetzt wird´s scho lauter, dFrau brengt sGschirr,
des goht halt net ohne Geklirr,
dogega will i garnex saga,
sonscht hoißts glei i solls selber traga.
Mir drenkad gmüatlich ond en Rua
onsern Kaffee, sgibt Zopf drzua,
geniessad dLuft ond dSonn, da Sonndich,
bald ischer rom - sisch wieder Mondich.
August Lämmle
Obedruf en schwarze Deckel
Ontrem Huat en braune Möckel
E Bloohemmed statt em Rock
Leaderhose vom-e Bock
Lange Stiefel onte dra’
En deam Zuig e Biederma’
Ond-e Jauner halb und halb
Descht-e Bauer von dr Alb
Wer edd will, hot khedd ond wer khedd hot, braucht nix mai !
Dr Vollmond
Dr Vollmond schtoht auf Nochbers Dach
ond hält mich mit seim Licht hellwach,
mache mein Lada au dicht zua,
bei Vollmond griage gar koi Rua.
I ziag da Lada wieder auf
ond guck zum Mond aufs Dach sällt nauf.
I frog, an was des könnt wohl liega
dasse bei ihm koin Schlof kah griaga?
A Antwort kommt vo dem zwar net,
mer moint bloß, dasser grinsa dät.
So drehe me weiter em Bett rom ond nom
ond hoff, dass Schloof oder dr Morga komm.
Jetzt schelled dr Wecker, i fahr nauf end Höh,
wiane auf d’Zeit guck was glaubsch dasse seh?
A Schtond glatt verschloofa, ojeh jetz wurds knapp,
i schnapp mir mei Veschber, mein Kittl, mei Kapp
ond sau zu meim Auto do nah en d’Garasch,
wills schtarta, des goht net ja leckme am Asch.
Beim drittamol klappts doch ond i fahr wia a Wilder
vorbei an Stoppschtella ond Gschwendigkeits
A ganze Schtond z’früa, was isch au des für a Welt,
wega dem Vollmond hane mein Wecker falsch gschtellt.
Bernhard Kauffmann
Alle merkat, wenn i bsoffa be, aber koiner merkt, wenn i Durscht hau.
Wenn ich amol en Rente gang
No isch dr Dag nomol so lang
No ka i morgens länger schlofa
Gang obends ab ond zu mol schwofa
Ka werkdichs in’d Wilhelma gau
Dia Viecher sä
h ond d’Pflanza au
Ko emmer mol em schdädtle sai
Dia Sonderagbot kaufa ei
So hanne denkt vor viele Johr
Jetzt isch des älles garet wohr!
I benn drhoim ond nix isch jetzt
Weil mr mi nemme schaffe lesst!
Ond ohne Arbet geits koi Geld
Des isch halt so en osrer Welt.
Ond ohne Geld isch d Schtadt et schee
Des tuat oim en dr Säl fei weh!
Drom lässt mrs bleibe, macht Gedicht -
Schreibt an rer Houmpeidsch, hot koi Pflicht
Ond lernd, dass wemmer zfrieda läbt
Ond et an de Moneta kläbt
Des Geld nemme so wichtig isch
No werdet andre Sacha wichtig
Ond so solls sai, so isch’s au richtig!
Margret Kugler
Au mir Schwoba send bloss Menscha, wennmers au net so offa zoiged!
Wendelin Überzwerch
Leit a Dörfle uff dr Alb:
Henter Hagabuttahecka,
Wia en ihrem Neschtle d’Schwalb
Tuat sich’s hoimelig verstecka.
Morgads trifft dr erschte Strahl
Von dr Sonna scho’ den Flecka-
Wenn’s no’ donkel ischt em Tal,
Tuat se oba d’Leut scho’ wecka.
Wenn d’ do oba d’Hoimat hoscht,
Will dr d’Fremde gar et schmecka-
Do greifscht überaal bigoscht
Tapfer noch m Wanderstecka:
Bis da wieder uff dr Alb,
Wo dei’ Dörfle henter Hecka,
Wia en ihrem Neschtle d’Schwalb’
Hoimelig sich tuat verstecka...
Dr Küchekaschta
En dr Küche, ema Eck,
zu ma ganz beschtemmta Zweck,
d'Eidoilung ischt ohne Raschta,
schtoht a alter Küchekaschta.
Oba auf em erschta Fach
schdanded d'Teller, diaf ond flach,
a paar Hooka glei drneba
müassed d'Kaffeetassa heba.
Schtoiguatschüssla, d'Zuckerdos,
Kaffeekanna kloi ond groß,
zsamma gschtellt, so richtig nett,
schdandet auf em nächschta Brett.
Mit blaue ond mit rote Dupfa
ond ema grossa Griff zum lupfa
schdoht a Milchtopf, halb verdeckt,
drenn ischs Haushaltsgeld verschteckt.
Dass net so verschdauba kah
send verglaste Türla drah.
Zwischa Ober - Unterschrank
ischt a Nische, Gott sei Dank.
Becher, Teller älls aus Zinn
schdanded en der Nische drinn
ond au sonscht so mancher Gruscht
den du täglich seha muascht.
Pfanna, Häfa, Sicomat
schdandet älle akkurat,
sauber butzt ond blitzeblank
onta drenn em Unterschrank.
Backblech, Wellholz, Schpätzlesdrucker,
a Guck voll Mehl ond zwoi Pfond Zucker,
Kaffee des gibts zwoierlei
d'Mühl dozua schtoht au drbei.
Lensa, Reis ond Suppanudla,
Wei zum kocha ond zum dudla,
des älles ond noch manchen Plunder
brengscht em Unterschrank älls unter.
En moderne Kücha heut
kommscht mit dem Möbel nemme weit,
do muaß älles blitza, schtrahla,
aber des muascht zerscht au zahla.
Eibaut auf da Millimeter,
obs praktisch ischt des merkscht erscht schpäter -
ischt jedes Schränkle, jede Lad,
manchsmol siehts aus so richtig fad,
ond goht des au zu Ordnungslaschta,
lob ich mir doch den Küchekaschta.
Bernhard Kaufmann
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Mei Schliggerle (Schligger = Ente)
Als kloiner Bua, sisch lang scho her,
für älle war dia Zeit arg schwer,
do wared a paar Glötzle Holz
für ons als Schpielzeug dr ganz Schtolz
ond Schtoila aus dr Schtrossakandl
hend ons verführt zum Austauschhandl.
Doch s’schönschte Schpielzeug, mit zwoi Johr,
des duat oim komisch heut em Ohr,
war a klois Entle aufma Brett
mit Rädla, desmer zoga hädd.
Gelb ahgmolt wars, dr Schnabl rot,
am Schwanz ihm d’Schpitze gfehlet hodd,
zwoi schwarze Punkt als Augapaar,
dia hend oin ahguckt wonderbar.
Bisch du auf d’Gass naus wars drbei,
an seira Schnur ziagsch henterdrei,
mitem Kopf machts dauernd Nickerle,
ja, des war mei liabs Schliggerle.
Für älle Sorga en dem Alter
war s’Schliggerle da Kopfnahhalter,
du hosches gschempft, hosch middem glacht,
hosch Ofuag mit dem Dierle gmacht
ond frohgsches obems gfalla duat,
ziagsch an seim Schnürle, snickt, sisch guat.
Naddierlich, ond des woiss a Jeder,
isch des vorbei a paar Johr schpäter,
denn en dr Schual verzehlsch jo net,
dass s’Schliggerle die dröschted hädd.
Aber dahoim, sällt schtohts no rom,
ganz henta domma, schtill ond schtomm,
du gucksch kaum ah, hosch a schlechts Gwissa,
mer kahs halt so genau net wissa
obs dir net loid duat, dass sällt schtoht,
koir meh mitem schpaziera goht.
Doch kommsch mol traurig von dr Schual,
sitzscht an dein Schreibdisch auf da Schtual,
langsch noch dr Schnur, holsch zu dir her,
merksch glei, dass des dei Dröschter wär,
smacht emmer no sei Nickerle,
dei liabs, dei klois gelbs Schliggerle!
Bisch sechzg Johr älter oder so,
wärsch manchesmol no richtig froh,
skönnt dröschta die mit Nickerle,
wia dozumol - dei Schliggerle!
© Bernhard Kaufmann 2004
Nix gschwätzt, isch gnuag globt.
Der Vater schickt den Sohn in den Keller zum Most
holen. Der Sohn schnappt sich den Mostkrug und geht los, kommt wieder hoch mit
dem vollen Mostkrug - Der Vater fragt: "Lauft s Fässle no?" Der Sohn sagt "Ja!
Guck" und hält ihm den Mostkrug unter die Nase. Der Vater sagt: "No gang no
schnell nonder ond mach da Hahna zua!"
Dort, henter ´s Melkkiebeles
Backofa,
wo der Sack voll Wasser schtoht,
kommet dia Amoisa mit ihre Mischtgabla,
komm e en an dicka, dicka Dannawald nei,
wo lauter Buacha schtandat.
Schtandat drei Fichta do.
No schteig e uf so a Erl nuff,
ond han a groß Hanfland vor mer.
No reiß e so a Riab raus
ond friss den Rettich.
Ond meiner Lebtag
han i no koi so guate Zwetschga gessa
Wie dui Birn von dem Äpfelbaum
überliefert von Eberhards Oma Käte Haag
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Wer wird denn da begraben?" "Der em Sarg." "Was hot em gfehlt?" "D'Gsondheit!"
D´Kehrwoch
Wer hodden do scho wieder sein Dregg nohgschmissa ?
Iberall vergnergelde Babbierla, Ziggareddaschachdla
ond a Haufa andrs Zeigs fahrd rom!
Jetz mache no a Schild noh,
ersch hanne kehrt ond jetzt siehts scho wieder so aus!
Ond merg dr, wemmer sei Sach saubr budzt
na hebds hald au lang.
Wegg mid dem Bubabberlesglombb schdad warda bis am Samschdag.
Au noi, dees hebad mr abr uff, on dees brauched mr noh.
Au dr Pfennig ehra, schnell uff d Schbarkass draga!
Wenn se au Böga schbugged,
doh isch jo viel schneller als mr denga kenna hot, dr ganze Kandel gschafft
gwä.
Ob der neie Miadr dord drieba au saubr kehrt ?
Mid deem muaß i jetzt noh glei dr Drebbadienschd regla!
Komm Fiffi, jetzt isch gschafft, bald kommd dr Frihjohrsbutz.
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Dr Reutlinger, dear krätzt ond
beißt,
wia wenn a Katz da Hals na kreist.
Beim Pfullinger, do wurds oim ganz,
als ziag mrs wieder ruf am Schwanz
(die Rede ist hier vom Wein!!!)
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I han amol oin kennd khedd,
der hodd oine kennd.
Dui hodd a Kend khedd,
dees hodd se abbr edd vo sällam khedd.
Där hot nemmlich nemme kennd khedd,
se hodd abbr au an andara kennd khedd.
Där hodd oin kennd khedd.
Ond wenns se deen nedd khennd hedd
no hedd se koi Kend khedd.
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Erkenntnisse eines Schwaben
A Schwob wird erschd mit vierzig gescheid,
an andrer ed en Ewigkeit.
A jeder hoffd, des Versle schdemmd,
dass oims no do des Brett weg nemmd,
mo manche vor de Auga hend,
ond vorem Hirn, s ischd grad so mend
Ma moind, dass no an Schnaggler duad,
an Schuggalar daets grad so guad,
ma horchd ganz gschbannd so en sich nai,
ond iberlegt sich bei ma Wai,
wie schee des waer, wenn ma ganz gscheid,
no gscheider wiea de andre Leid,
em Schwaetza, Denka, Handla waer,
no daet ma sich hald ed so schwer.
Mit aellem, was mer macha miessd,
mer aewwl aellas besser wiessd.
No daet merns zeiga, daene Boss,
ond saess no selber auf em Ross,
daet schempfa, schreia, delegiera,
koin Fenger daet mer no mai riehra.
Mr hedd fuer aellas saine Leid,
obs des fuer ons wohl ao mol geid?
Aber was solls, s ischd bloss an Traum,
weil endra duad sich des wohl kaum.
Dr oinzich Goischd, mo en oin ehrd,
der kommt vom Wai, ond en sich herd
mr a Schdemm, i ischd ed zom Juchzga:
Menschenskind, du gohschd uff Fuffzga!
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Grombieraschpatza
Arg gern ond guat, des ischt bekannt,
isst mer bei ons em Schwobaland.
Roschtbrota, reasche Zwiebla drüber,
fascht garnex isst dr Schwob no liaber,
Maultascha, älle mögliche Arta,
wennd dia bloss siehscht, kahschs kaum verwarta,
Dampfnudla oder Buabaschpitzla -
deand au manch Fremde drüber witzla -
des brauch i oifach, ab ond zua,
ond do en Trollinger drzua.
Mei Frau macht mir a Riesafraid
wenns bei ons Grombieraschpatza geit.
A schees Schtück Rendfloisch gibt a Brüa,
do schluck i scho wennes bloss sieha,
Grombieraschnitz ond gschabte Schpatza
verlocked oin direkt zum Schmatza,
viel greaschte Zwiebla obadrauf,
so muass des sei, i hör jetzt auf,
denn drenna schtandet aufem Tisch:
Grombieraschpatza, ganz, ganz frisch!
Bernhard Kaufmann
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Rentnerleaba
Dei Lebdag hoscht du ällweil gschafft,
hoscht di au manchmol zammagrafft
wenns dir net grad guat ganga ischt,
du en dei Gschäft halt graddlt bischt
weil du denkt hoscht du wirscht dort braucht,
ond hots de au mordsmässig gschlaucht,
bis du halt gmerkt hoscht, du bischt oiner,
wenn du net do bischt merkt des koiner,
jetzt endlich bischt du zuader komma,
hoscht ab sofort älls leichter gnomma.
Aufs Rentnerleaba gohscht jetzt zua
ond denkscht scho an dia selig Rua,
dia du bald han wirscht, jeden Dag,
obs regna oder schneia mag,
wennd Sonn scheint, läschtse äba scheina,
ischt dirs noch greina, duascht halt weina
ond kommt dir oiner grob ond barsch,
no denk dir halt l...m. a. A....!
Bernhard Kaufmann
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D Schpatzawellere.
D Wellere isch net von Böckinga. Schwäbisch kann se zwor scho ganz guat, aber
s isch halt a Rei’gschmeckte. Sie kommt zur Großmuatter ond frogt nachema
Schpatzarezept. D Großmuatter sait s ra auswendig: A Pfond Mehl, vier Oier, a
Teelöffele Salz ond so viel Wasser, dass s a gschlachts Doigle geit. Zwoi Dag
schpäter omd Mittagszeit kommt d Wellere zur Großmuatter ond sait: Nochbere,
sia mießat mer schnell helfa. I hau älles gmacht wie Sias gsait hen. Aber i
woiß net, was des isch: Der Doig pfupfert ond pfupfert ällaweil en dem Hafa
dren, aber s geit oms Verrecka koine Schpatza!
überliefert von Eberhards Oma Käte Haag
Maim Mo sai Kreiz, des isch a Graus
Dem Kerl fährts nai ond wieder naus
Do woiß koi Doktr rächta Rot
Was er no wieder szbiase hot
Der arme Kerle der isch blogt
Ond wenner 100 Doktr frogt
No muaßer trotzdem damit läbe
Ja so ischs halt em läbe – äbe!
Margret Kugler
nach oben
Dr
Reißverschluß
Manchmol machter viel Verdruß
der guate alte Reißverschluß,
duascht ihn aber recht schtudiera
wirds zu dem Ergebnis führa,
ziagsch ihn rauf ond wieder ronter
grenzt des beinoh an a Wonder,
Zah om Zah en Zwoierreih
greifed enanander nei,
müassed manches zammahalta
oder irgendwas entfalta.
Verwendet wird er, ond des lobe,
vor allem bei dr Garderobe,
was sonscht a Knopf so halta muaß
macht heutzutag dr Reißverschluß.
Bei manche Sacha, wos halt goht,
ersetzt mer domit au a Noht
ond mancher wünscht es wär scho Brauch
mer hätt en Reißverschluß am Bauch
do bräucht bei viele schwere Leida
dr Arzt net jedesmol glei schneida,
des gibts no net, doch kahschs verleba,
skönnts eventuell scho recht bald geba.
A Reißverschluß wird au mol heh
ond des ka peinlich sei, oh jeh,
wenn oiner en de Jeens romsitzt
ond ihm dr Reißverschluß do schlitzt
was soll der arme Kerle macha?
En soama Fall vergoht oim sLacha,
ond s denket manche helle Köpf
hätt ich am Hosalada Knöpf,
wenn von fenf Schtück bloß oiner knallt
gebet dia andre grad gnuag Halt.
Doch Panna kahs bei vielem geba,
so ischt des halt amol em Leba.
Reißverschlüß en alle Länga
sieht mer en de Läda hänga,
entscheida muascht von Fall zu Fall,
brauchschse aus Plaschtik, aus Metall,
ond farblich gibt´s so vielerlei
do ischt dr richtig gwiß drbei.
I brauch au oin, ben au betroffa,
mei Hosafall schtoht wieder offa,
du siehschs, hosch manchmol doch Verdruß
mit dem guata, alta Reißverschluß.
Bernhard Kaufmann
Wieviele semmer?
I ond Du ond d Annemrei ond no zwei,
Jakob ond Ahnerich ond no drei Klaanerich,
ond zwei uf em Buckel
überliefert von Eberhards Oma Käte Haag
nach oben
Mädla dänn mr Spätzla essa
Spätzla machet dick ond rond
Spätzla denn mr net vrgessa
Spätzlesesser bleibet gsond.
Spätzla en dr Morgasuppa
machet glei an guada Dag
dass mr schaffa ka ond gruppa
Schtond für Schtond ond Schlag uf Schlag.
Spätzla mit me Sauerkräutle
uf da Mittag des schmeckt guat
des isch gwias a ganz gscheit Gscheitle
des viel Spätzla essa duat.
Morgens, mittags, abends Spätzla
Spätzla schmecket mir bei Nacht
überall an alle Plätzle
sell isch was mi zfrieda macht.
nach oben
A Geizhals ond a fedde Sau, send
erschd nochm Dod zu ebbas nuddz.
Bio-Äpfl
Oi Äpfl oder zwoi am Tag
a jedem Menscha guat doa mag,
denn Vitamine braucht dr Ranza,
sonscht kahsch net schaffa, kahsch net tanza,
Ballaschtschtoff braucht dr Mensch scheints au,
daßd pünktlich kahscht auf sÖrtle gau.
Des gschpritzte Obscht, do bene oiga,
des ischt zwar schee, doch bloß zum zoiga,
i will Natur, wenns möglich ischt,
ond net chemisch erzeugta Mischt,
drom guckt mer do mol ond guckt sellt
wo mer was reachts kriagt für sei Geld.
Wo mir sObscht her hend wissa mer gwiß,
daß kontrolliert wird, ohne Bschiß,
dia Äpfl dufted, ond beißscht nei,
kah des durchaus mol möglich sei,
daß oiner drenn hockt der beweist,
warom Bio wohl Leba hoißt.
Bernhard Kaufmann
nach oben
Über das Älterwerden
Grüß' Euch Gott, Ihr liebe Leut. Jo, des isch a grosse Freud,
dass so viel beisamme send die mer scho so lange kennt.
Aber gucket, seid net bös I find halt: s'isch nemme dees.
Früher war mer frisch und munter, jetzt isch jeder etwas runder.
Manche send au knorrehager leicht vergilbt und ziemlich mager
Nehmt's net übel, seid net bös: wenn i sag: s'isch nemme dees!.
Duet mer sich de Spiegel vorhalte, sieht mer grosse und kloine Falte.
Weisse Hoor send auf dem Kopf. Hot mer Glück, hot’s kein' Kropf.
Nehmt's net übel, seid net bös. I moin halt: s'isch nemme dees!
Früher hot mer alles gesse, Fett's und Mager's voll Intresse.
Nix meh kann mer jetzt vertrage, alles schlegt sich auf dr Mage.
Immer dicker wird's Geblüte, S'Ghör lässt nach, du meine Güte.
Auf dr Nase trägt mer Brille Jeder fast schluckt Saft und Pille.
Nehmt's net übel, seid net bös: Noi,bei Gott, s'isch nemme dees!
Ach, mer kann au nemme laufe, wie a Dampfross muass mer schnaufe,
und mer sinkt, weil nemme schlank seufzend auf d'nächschte Bank.
Und so oft durch höhere Gewalte, kann mer au nix meh richtig b'halte.
Ond mer braucht zu allem Zeit. Noi, mer isch't jetzt nemme g'scheit
Nehmt's net übel, seid not bös, Oh, mer weiss, s'isch nemme dees!
Schöne Wäsch, rundum mit Spitze kann mer au nemme verschwitze.
Mer verzichtet ohne Groll ond trägt Hose dick aus Woll.
Koiner guckt ein au meh a, net amol d'r oigne Mah!
Dem isch wurscht, was mer so macht: Hauptsach, er hot sei Ruh bei Nacht!
Dees isch bitter, des isch bös Noi, s'isch wirklich nemme dees!
Stoht mer in dr Strossebah, weil mer nirgends sitze kah.
Springt glei einer auf mit Socke, lässt di, weil de alt bisch, hocke.
S'freut oin jo, mer isch net bös Aber s'isch halt nemme dees!
Früher bisch no selber g'sprunge doch jetzt rebellieret d'Lunge.
Ach, was isch des für a G'f'rett Wenn mer nemme jung und nett!
Gell, Ihr ,send mir drum not bös, Wenn i find: s'isch nemme dees!
Doch je länger I euch seh, duet des älles nemme weh!
Denn i find bei weitem blicke doch au so manches zum entzücke:
Wer mit seine Jährle mit so viele graue Härle
heut so ausgelasse feiert, isch no lang not ausgeleiert.
Und des isch doch ebbes Schöö's Und isch beinahe wieder dees!.
Und so lupf I denn mei Huat aus em Gsicht ond beschliess mei schwäbisches
Gedicht
mit dem schönschte Kompliment, des mer für des Alter kennt,
ond des stimmt uns älle froh: mir send wenigschtens no do!!!
nach oben
A gscheidr Wein hôdd nô koim Domma gschaded.
ein Spruch von Manfred Rommel, ehemaliger Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Stuttgart
Der Schwaben Klugheit ist kein Rätsel,
die Lösung heißt: die Laugenbrezel.
Schon trocken gibt dem Hirn sie Kraft,
mit Butter wirkt sie fabelhaft !
Erleuchtet mit der Weisheit Fackel,
sogar das Hirn vom größten Dackel.
nach oben
It is nice to be a Preiss,
it is higher to be a Bayer,
but it is top to be a Schwob
Dia Schwoba, des senn oigne Leit
Die nemmed sich für älles Zeit,
dia Fraua butzed emmer fleißig
dia Männer senn net außerheisig.
Dia Frau kocht pinktlich uff de Zwelfe
Dr mo kommt hoim, do geits nix z’helfa
Der muss bloß an da Disch nohocka
Kriegt s Essa no, ond große Brocka
Floisch ond Soß ond Spätzle au
Ond no bedient sich auch sai Frau.
Se ässet gmiatlich, s wird net ghetzt,
s wird gässa ond au manchmol gschwätzt
dr Mo goht wieder schaffe dann
sie macht sich an die Kuchel ran
raimt uf, macht sauber, backt an Kuache
damit, wenn äbber kommt se z’bsuache
der äbbes Guats kriegt zom versuacha
des muss scho sai, ja des isch Pflicht
sonscht denkt der Bsuach, der arme Wicht
hot nix zom beißa, nix zom essa
des will mr net, des kosch vergässa
Ja ja, der Schabe, das ist klar
Ist sehr sehr häuslich offenbar!
Margarete Kugler
nach oben
D Erbschaft
Dr Onkl Frieder ischt arg krank,
er sitzt nia meh auf seira Bank
dia vorem Haus em Garta schtoht,
des hoißt, dasses ihm net guat goht.
Er ischt alloi, hot grad zwoi Neffa,
dia ihn net äll Johr zwoimol treffa,
ond des ischt dene beinoh zviel,
dia hend gar koi Verwandtschaftsgfühl.
Er leit em Bett, dr Onkl Frieder,
des Leba ischem langsam zwider
wia er do nasiacht, sisch scho arg,
am liabschta läg er scho em Sarg,
doch do muascht vorher zerscht mol schterba,
ond grad do drauf warted dia Erba.
Sei Lebtag lang hot er bloß gschpart,
hot s Geld aglegt ond aufbewahrt,
hot en seim neunzigjähriga Leba
koi Mark füren Urlaubstag ausgeba.
Für ihn sorgt guat a fremde Frau,
scho achtzeha Johr, fascht hoorgenau,
sie schafftem älles, pflegt ihn guat,
wias besser net a Oigne duat,
für des kriagt se amol sei Haus
wenns ihn em Kischtle traged naus.
Es isch soweit, er hots voll gschafft,
dr Tod der hot ihn anegrafft,
dia Beerdigung ischt net arg lang,
a bißle Predicht, a weng Gsang,
fürn Leichaschmaus isch Zeit no blieba,
so hot ers teschtamentlich gschrieba.
Dia Neffa send mordsmäßig gschpannt,
drei Häuser ond bebaubars Land
müaßt ihra Onkl henterlassa
drzua au Bargeld, ganze Massa.
Dr Notar schreibt na, ladets ei
auf nächschta Freidich om halb drei,
do wird des Teschtament verlesa
drom ischs em Haus net zfenda gwesa.
Sie send parat scho kurz vor zwei
vorem Notar seira Kanzlei,
mit ihre Fraua dappets rom,
wennd des so siehsch denkscht dia send domm,
doch endlich hockeds em Kontor
ond dr Notar liest ihne vor:
Oin von de Bauplätz kriagt a Jeder,
dr Hans ond au sei Bruader Peter,
fuffzgtaused Mark ond s schönschte Haus,
kriagt für ihr Pfleg, dia guat Frau Kraus.
Dia andre Häuser, dBauplätz, sGeld,
goht älls an dKirch für dia Dritt Welt.
Aber des isch doch ällerhand,
mir send doch mit eam eng verwandt,
des Teschtament muaß mer afechta,
doch dr Notar secht: sgibt nix zRechta,
sisch ordentlich älls gschrieba gwea,
mit ma Prozess wird au nix gschäha,
lassed des bloß liaber sei,
des lauft eich sonscht ens Geld recht nei.
D Frau Kraus, sie heult leis vor sich nah
weil sies no garnet fassa kah,
daß der guat Ma - er ruha en Frieda -
vo dera Welt ischt jetzt verschieda,
sie hot viel gschafft, hot sich net gschont,
aber er hot sie guat entlohnt
ond jetzt des Haus, ond soviel Geld,
des langt ihr naus auf dera Welt.
Dia andere Erba send schtenksauer,
sie moined au sie seied schlauer
als dia schtudierte Advokata,
sie wellad dia Frau Kraus verlada
ond ihr des geerbte Haus aschwätza,
doch kommed se do an dia Lätza,
sie läßt sich auf nix Weiters ei
ond secht ganz laut ond deutlich: Nei!
S Weib von dem Hans, dia fangt a hetza,
duat viel von Peters Frau romschwätza
ischt mit sich selber nemme zfrieda,
dia Ander läßt sich au nix biata,
dr gröschte Händl schtoht ens Haus,
kois kommt meh mitem andra aus,
sklappt garnix meh em Eheleba,
swurd scho recht bald a Scheidung geba.
Mer hört, daß es des arg oft geit,
wegera Erbschaft so en Schtreit,
daß rondom bloß so dFetza fliaged,
dia beschte Fraind sich echt bekriaged,
mer will vom Kuacha sgröschte Schtück
doch brengt oim des au wirklich Glück?
Send zfrieda mit deam was ihr hend,
a bißle meh eich jeder gönnt.
Wenn ihr eich selber ebbes schaffed,
net dErbschafta bloß zammaraffed,
no hend ihr vielmeh Fraid do drah
ond sfanged koine Händl ah.
S wird eich au des kaum überrascha:
Euer letschtes Hemd hot koine Tascha,
doch näht mer vorher oine nah,
fanged ihr domit nix meh ah!
Bernhard Kaufmann
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Der Woiza au
Zwee Goga fahret Schtuagert zua,
Der Pfausa-Gilgus ond sei Bua.
Der Alt, der loihnet faul em Eck,
Dear Jong goht et vom Fe’schter weg.
Zmol send so schöne Friechta komma,
Dia hänt dea Buaba Wonder gnomma:
Au Vadder, sait er so dur d Zeh’,
Do schtoht amol der Haber sche’.
Der Alt mit seiner Pfeif em Maul
Er geit nix zruck, do ischt er z faul.
So kärchlet se uf Schtuagert nei’.
Mos Obed wid, gohts wieder hoi’.
Jetzt send die Friechta wieder do,
Em Alta kommts ananderno,
Er gucket naus ond bsieht ams gnau,
No sait er: Ond der Woiza au.
Aus Schbatzaweisheit von Martin Lang
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Mer kahs net wissa
Zweitausendzwei, des Johr send Wahla,
eigentlich müassed do dia zahla
wo bisher des net nahbrocht hend,
was s'letschtmol sia verschprocha hend,
deswega hotmer se doch gwählt
ond bloss des guat Ergebnis zählt.
Dia Andere wellt diesmol gwenna
drom sieht mer älle omrarenna,
wenn sia gwählt send wird älls besser,
sia schneided mit de schärfschte Messer
älls ab was onserm Volk net gfällt,
sia hend für dies ond jenes Geld
Noch dr Wahl hend älle gwonna,
Verschprechunga send wia zerronna,
dr Schtaat macht wieder neue Schulda
ond mir als Bürger müassts erdulda,
hend dia ons jetzt scho wieder bschissa?
Mer kahs em Voraus halt net wissa!
Bernhard Kaufmann
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Bettfläsch
Frei nach: „So semmer“ Von Pfarrer Otto Gitting
Der Pfarrer kommt zom a-n-alte Ma’,
Der leit schau gottserbärmlich dra’.
Sei Kammer kalt, sei Bett isch kalt,
Wia schnattret do der Ma’, der alt.
Drom ruaft der Pfarr der Söhne* naus:
„Hend Ihr denn koi Bettfläsch em Haus?
Der Ma’ verfriert jo en seim Bett!“
„A Bettfläsch, noi, sell brauchts au net!
Er soll en d’ Stub an’ Ofa sitza,
no wurd er bald a’heba schwitza!
Jawoll, er schwitzt, I garantier!“
„Ach“, sait der Pfarr, „was schwätzet Ihr!
Zu dem isch doch der Ma’ viel z’ krank.
Der stirbt Euch auf der Ofabank,
A Bettflasch’ braucht er, wie i sag,
I komm bald wieder, guata Dag!“
Ond richtig, bis er wieder kommt,
Der Ma’ em Bett vor Wärme brommt,
„Herr Pfarrer!“ sait er, „i ka’ lacha,
Heut morga hat mei Söhne bacha
Ond hot mer glei – i muaß se loba –
Zwoi hoiße Loib ens Bett nei g’schoba,
Oin rechts, oin lenks, ah, descht a Sega!
A Bettfläsch isch a Dreck dagega!”
*von Söhnin = Schwiegertochter
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I hann jetzt auch a
houmpeitsch kauft
Damit I sage ko wias lauft
I werd des doch wohl au nogriaga
S isch et so leicht, do muass mr iaba.
Doch des wär glacht, wenn des net klappt,
drom hann I mir mein Compi gschnappt,
I han probiert ond gmacht und do
On jetzt ischs erscht mol fertig – so!
Margret Kugler
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Spätzle schärra
Spätzle schaba, Spätzle schärra -
d'Baura möget's ond au d' Herra,
Eier, Wasser, Salz ond Mehl
machet d' Spätzle guat ond geel;
gröschdet ond au en dr Brüah,
liabe Leut, so mag ma's hier!
Spätzle schaba, Spätzle schärra
(koine groaße wüaschte Flärra!)
muaß mr könna bei de Schwoba;
dazue hent mir gschickte Doba.
Wenn a Mädle des net ka',
kriagt se au koin rechta Ma'.
Spätzle Schärra, Spätzle schaba,
dozue g'hörat bsondre Gaba.
Dicke, dünne, grobe, feine,
lange, kurze, groaße, kleine
muaß ma richtig schaba könna -
bloß so ka' ma d' Mannsleut gwenna!
Spätzle schärra, Spätzle schaba -
oh, wia ka' mr sich dra laba!
Wia dia rutsched über d' Zong!
Wie dia schmeckad Alt ond Jong!
Ond dr Ma' sait: "Oh, liabs Schätzle,
i mag di ond deine Spätzle!"
(Karl Hötzer)
Sündiga ond Büaßa
Ein Mädchen, das über die Fasnet einen recht tadelhaften Lebenswandel führte,
geht am Beginn der Fastenzeit zum Beichten. Nachdem Sie ihrem Beichtvater das
ganze Sündenregister ihrer Fehltritte offenbart hat, sagt dieser zu ihr: „Woisch
Du eigentlich, was Du mit denen viele Sünda verdiena dätescht?“ „O’gfähr“,
antwortet das Mädchen, „aber wisst se Hochwürden, mir isch et om’s Geld!“
s duat mr jo leid, aber die meischde Quälla wois e laider edda!
Wenn se äbber wois, no ko er sich jo bei mir melda!